Der Innenraum

Kirchenräume sind Gott geweiht. Sie sind sakrale (heilige) Orte. In ihnen versammeln sich Gläubige, um Gottesdienst zu feiern.

Der erste Eindruck

  • Beim Eintreten in die Kirche durch das Hauptportal lenkt der lange Mittelgang den Blick automatisch auf Taufstein, Altar, Kreuz, Ambo und Tabernakel.

  • Sofort ist man auf das Wesentliche ausgerichtet.

  • Die Bänke ordnen die Gläubigen neben- und hintereinander und lenken ihren Blick nach vorne zum Altarraum.

  • Die Kirche ist als „Wegkirche“ angelegt. Die Gläubigen werden Schritt für Schritt zum Altarraum, zum Ort der Eucharistie (Lob- und Dankfeier, Gedächtnismahl) hingeführt.

Raumwirkung

  • Die Herz-Jesu-Kirche ist sehr lang und hoch.

  • Die Höhe vermittelt Ehrfurcht. Unwillkürlich wird der Blick nach oben gelenkt.

  • Trotz vieler Fenster ist der Kirchenraum relativ dunkel. Diese Dunkelheit bewirkt ein Gefühl von Geborgenheit.

  • Das kühle Grau der Mauern baut eine gewisse Distanz auf.

Aufbau

  • Der Kirchenraum besteht aus drei Teilen:

    • Eingangsbereich,

    • Kirchenschiff mit den Kirchenbänken für die Gemeinde,

    • Altarraum.

  • Der Altarraum ist durch Stufen erhöht und besonders hervorgehoben. Dort befinden sich die Plätze für Ministranten und Priester.

  • Die Kirche ist nach Osten hin ausgerichtet. Die Gläubigen wenden sich also der aufgehenden Sonne zu. Sie richten ihr Gebet auf Jesus Christus aus, der auch als „Sonne der Gerechtigkeit“ und „Licht der Welt“ bezeichnet wird.

  • Immer hat man das Kreuz vor Augen, das von der Decke hängt und an den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu Christi erinnert.

Farbgestaltung

  • Durch die Verwendung von grauem Sandstein ist die Grundfarbe des Kirchenraumes grau.

  • Die grauen Mauern sind von dunkel gebeizten Holztüren durchbrochen. Ihr Braunton steht für Erdverbundenheit und Fruchtbarkeit und ist ein Symbol für Schlichtheit und Naturverbundenheit.

  • Die Wände sind weiß. Weiß erhellt und hebt Dunkelheit auf. Es steht für Festlichkeit, Reinheit und Unschuld. Als Summe aller Farben steht Weiß auch für Vollkommenheit, Einheit und Göttlichkeit.

  • Licht scheint durch farbenfrohe Buntglasfenster herein.

  • Goldene Elemente finden sich an Altar, Ambo, Tabernakel, Kreuz und Radleuchter. Gold steht für etwas einzigartig Wertvolles, für Schmuck und Reichtum. Der warme, volle Farbton ähnelt dem Glanz der Sonne. Gold ist das Symbol des Himmels.