Geschichte
Viele Jahrhunderte hindurch – bis 1884 – ist die Jakobuskirche in der Mitte der Altstadt Pfarrkirche Bad Kissingens.
Sie stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und ist dem Heiligen Jakobus geweiht, einem der zwölf Apostel.
Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert kommt es immer wieder zu Um- und Neubauten.
Architektur und Ausstattung
Die Jakobuskirche ist ein quadratischer Bau mit abgeschrägten Ecken.
Sie besitzt eine umlaufende Empore (erhöhte Ebene für Orgel und Chor), die sich auf beiden Seiten in drei Rundbögen zum Mittelraum hin öffnet.
Die Ausstattung der Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert, am Übergang vom Rokoko zum Klassizismus.
Der Hochaltar aus Stuckmarmor zeigt ein Bild des Hl. Jakobus auf seinem Weg zum Martyrium (Tod um des Glaubens willen).
Der Kirchturm ist mit seiner Form ein klassischer „Echter-Turm“. Er wird 1607 unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn erbaut.
1766 muss das Kirchengebäude wegen seines schlechten Bauzustands komplett abgerissen werden. Der Neubau erfolgt nach dem Entwurf von Johann Philipp Geigel. 1775 kann er durch Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim eingeweiht werden.
Heute ist die Kirche eine wichtige Station auf dem fränkischen Jakobsweg.
Auffallend ist auch die aufwendig mit Stuck, Putten (Figuren kleiner Kinder mit Flügeln), Lorbeergirlanden und Kränzen verzierte Kanzel.
Viele bedeutende Künstler des 18. Jahrhunderts führten die Innenausstattung aus: Materno Bossi, Antonio Petrolli und Joseph Ignaz Appiani.
Die Orgel aus dem Jahr 1988 findet sich hinter historischem Gehäuse aus dem Jahr 1775.