Geschichte
Eine Marienkapelle außerhalb der Kissinger Stadtmauern wird um 1350 erstmals eindeutig urkundlich bezeugt.
Sie liegt am sagenumwobenen Liebfrauensee und ist vom historischen Kapellenfriedhof umgeben.
Damals wie heute ist sie eine beliebte Wallfahrtskirche.
Die Marienkapelle war zudem eine bedeutsame Friedhofskapelle. Sie war Grablege ansässiger Adelsgeschlechter. Interessante Grabsteine finden sich im Chor der Kirche, an der Kirchenmauer und im Friedhof.
Ausstattung
Besonders wertvoll ist das holzgeschnitzte Marienbild auf dem Hochaltar: Die Pietà (Darstellung der trauernden Maria, die den Leichnam Christi im Schoß hält), eine Plastik aus dem Jahr 1420.
Die Altäre wurden 1733 von Bildhauer Benedikt Lutz aus Bad Neustadt gefertigt.
Turmunterbau und Chor stammen aus dem 15. Jahrhundert. Der neubarocke Turmhelm wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aufgesetzt.
Das baufällige Kirchenschiff wurde 1725 abgerissen und nach einem Entwurf Balthasar Neumanns neu aufgebaut.
Ursprünglich war die Kirche der Gottesmutter Maria geweiht. Beim Umbau im 18. Jahrhundert wurde Burkard, der erste Bischof Würzburgs, zum Kirchenpatron.
1908 wurde die Inneneinrichtung, u.a. Decke und Fenster, verändert.
Das Hochaltarbild zeigt den Heiligen Burkard, kniend vor dem Jesuskind mit seiner Mutter. Im Hintergrund ist die Würzburger Festung sichtbar.
Die Kanzel stammt aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Kanzeldeck ist Paulus mit Buch und Schwert zu sehen.