1. Wo und wie sind die Kirchenfenster?
Farbige Kirchenfenster finden sich an allen Seiten der Kirche.
Sie sind aus Buntglas und laufen oben spitz zu.
Die drei großen Fenster vorne im Chorraum stammen von Robert Rabold (1899-1974). Sie lassen viel Licht durch und zeigen in der Mitte Jesus als den Guten Hirten, links Darstellungen aus dem Neuen Testament, rechts aus dem Alten Testament.
Die Fenster im Quer- und Seitenschiff schuf Georg Meistermann (1911-1990). Sie stellen Feste des Kirchenjahr-Zyklus dar.
Darüber finden sich weit oben acht weitere Fenster. Sie stellen die „acht Seligpreisungen“ aus der Bergpredigt dar (Mt 5,1-12).
3. Warum und wozu sind sie da?
Kirchenfenster sind Kunstwerke und dienen als Lichtöffnungen.
Das einfallende Licht lenkt die Blicke, hebt Wichtiges hervor und lässt Unwichtiges im Dunkeln.
Farbige Fenster tauchen die Kirche in ein geheimnisvolles Licht. Sie spiegeln etwas vom Geheimnis Gottes und des Glaubens wider.
Die lichtdurchlässigen Fenster sind transparent auf Gott hin.
Sie vermitteln zwischen Innen und Außen. Die Welt schaut durch die Fenster in die Kirche hinein, die Kirche sieht durch die Fenster in die Welt hinaus. So ist die Welt mit ihren schönen Seiten, aber auch mit ihren Problemen optisch präsent.
Kirchen sind nach Osten ausgerichtet. Daher fällt durch die vorderen Fenster das Morgenlicht der aufgehenden Sonne ein.
Das einströmende Licht verweist auf Jesus Christus, der das „Licht der Welt“ ist (Joh 8,12).
So wie die Fenster ihr Licht von außen erhalten, um strahlen zu können, erhält auch die Kirche und jeder Christ das „Licht“ von außen als Geschenk Gottes.
2. Was sind Kirchenfenster?
Kirchenfenster geben dem Kirchenraum Licht und frische Luft.
Sie durchbrechen die Mauern und geben dem Raum Struktur.
Sie bestehen meist aus Glas und können klein oder groß sein.
In manchen Kirchen gibt es wenige Fenster, in anderen bestehen die Wände fast ganz aus Fenstern.
Bunte Glasfenster sind aus einzelnen Glasscheiben zusammengesetzt.
Schon im 6. Jahrhundert gab es in Kirchen leuchtende Glasfenster.
Oft werden biblische Szenen dargestellt.
Es gibt Fenster mit gegenständlichen, symbolischen und abstrakten Bildern.
4. Tipp:
Gehen Sie einmal bewusst durch die Kirche. Zählen Sie alle Fenster, die Ihnen ins Auge fallen und betrachten Sie sie genau. Achten Sie auf Farben, Formen und den Lichteinfall der einzelnen Fenster. Wie würden Sie selbst ein Kirchenfenster gestalten?
Betrachten Sie die Kirchenfenster erst von außen, dann von innen. Wie könnte man den Unterschied erklären?
Suchen Sie sich Ihr persönliches Lieblingsfenster. Prägen Sie es sich gut ein. Wenn Sie mögen, können Sie daheim versuchen, es aus dem Gedächtnis heraus nachzuzeichnen.
Wenden Sie sich nach Osten zu den drei großen Fenster und singen „Du bist das Licht der Welt“ (im Gotteslob Nummer 818).
Um herauszufinden, was die einzelnen Fenster darstellen und bedeuten, wählen Sie auf dem Touchscreen „Die Kirchenfenster“.